Hubertus Kapelle

Hubertuskapelle

1701 in Erinnerung an die letzte große Pestepidemie errichtet. Zunächst der heiligen Rosalia und später dem heiligen Rochus geweiht. Seit sich 1963 die Jägerschaft um dieses Bauwerk angenommen hat, trägt es den Namen Hubertuskapelle.

Standort:

Unterwaltersdorf, Brodersdorferstraße

Geschichte

Die Kapelle entstand nach dem Wüten der Pest in den Jahren 1678 bis 1681. Die Zahl der Opfer ist nicht bekannt, dürfte aber hoch gewesen sein. Während dieser Zeit höchster Gefahr gelobten die Unterwaltersdorfer – im Barock eine durchaus übliche Form von Frömmigkeit und Bewältigung von Notsituationen – die Errichtung einer Kapelle. 1682 oder 1683 ging man an die Einlösung des Gelübdes. Der Krieg des Jahres 1683, der übrigens weit mehr Opfer forderte als es die Pest je getan hatte, unterbrach die Arbeiten auf Jahre. Erst im Jahr 1700, gab Braumeister und Marktrichter a.D. Ulrich Mayr den Auftrag zum Weiterbau. Fertiggestellt dürfte die Kapelle aber erst 1701 oder noch wenig später worden sein.

Das für eine Kapelle imposante und aufwendige Bauwerk trug zunächst den Namen der hl. Rosalia, einer „Pestheiligen“. Ab 1756 ist der Name Rochuskapelle überliefert. Rochus zählt neben Rosalia und Sebastian zu den beliebtesten und verbreitetsten „Pestheiligen“. Seit sich im Jahr 1963 die Jägerschaft um diesen geschichtsträchtigen Bau angenommen hat, trägt er den Namen Hubertuskapelle.

Die folgende Geschichte „Die Totenmesse am Oberfeld“ wird zwar mit der Hubertuskapelle in Zusammenhang gebracht, und sie enthält eine Menge historischer Daten, erzählt aber von einer etwas früheren Pestepidemie.

Dr. Ernst Mayer ©